Mantra ohne Gegenspruch 12 !
12 ! Johannes-Stimmung
Der Welten Schönheitsglanz,
Er zwinget mich aus Seelentiefen
Des Eigenlebens Götterkräfte
Zum Weltenfluge zu entbinden;
Mich selber zu verlassen,
Vertrauend nur mich suchend
In Weltenlicht und Weltenwärme.
Die Eurythmieform zum Mantra 12 !
Über das Schweigen — den fehlenden Buchstaben
Das Mantra 12 ! (das ich mit einem Ausrufezeichen kennzeichne) hat keinen Buchstaben. Es ist das Johanni-Mantra, wie seine Überschrift, “Johannes-Stimmung” verdeutlicht. Das zweite Mantra ohne Buchstaben ist das Mantra 51 !, das mit Frühling-Erwartung überschrieben ist.
Was bedeutet das Fehlen des Buchstabens in der Überschrift? Durch das Fehlen des Buchstabens, können diese Mantren kein Ausdruck einer Laut-Kraft sein. Gehören sie deshalb nicht zur schöpferischen Logoskraft? Oder gehört das Schweigen als eigene Kraft dazu? Zeigt sich in den beiden Mantren ohne Buchstaben vielleicht dieses Schweigen? Es gibt das Schweigen aus der Perspektive des Redners und aus der des Zuhörers. Was lässt sich vernehmen, wenn das Schweigen, wie Cicero sagte, eine Botschaft enthält? “Indem sie schweigen, rufen sie laut.” (1. Catilinarische Rede, 21)
Für das Mantra 12 ! scheint mir der Prozess von Rede und Antwort, also das Gespräch hilfreich. Wenn auch sehr kurz, findet nach jeder Rede eine schweigende Zäsur statt. Sie ermöglicht es dem Hörer, das gerade Aufgenommene zu verstehen. So lässt sich das Mantra 12 ! als Reflexion des Ich-Sprechers erleben auf die Rede im Mantra 11 L. Hier war der Mensch der Hörer, nun äußert er, was bei ihm angekommen ist. Der große geistige Redner, der in jedem Mantra mit Buchstaben gestaltend spricht, der die Weisheit offenbarende in zweimal 25 Varianten, in zweimal 25 Mantren mit Buchstaben, dieser Redner schweigt im Mantra 12 !. Das andere Mantra ohne Buchstaben ist 51 ! und mit “Frühling-Erwartung” überschrieben. Hier ist es möglicherweise der Mensch, der erwartend schweigt vor der finalen Offenbarung des Seelenkalender-Jahres, vor dem Mantra 52 z.
Rudolf Steiner sagt, dass der astralische Leib des Menschen sich zunächt darstellt als Leere. Erst wenn man innerlich zu schweigen gelernt hat, wenn man zum leeren aber wachen Bewusstsein gekommen ist, gelingt es, den Astralleib wahrzunehmen. “Der Mensch trägt in sich seinen physischen Leib, er ist sinnlich wahrnehmbar. Der Mensch trägt in sich seinen Ätherleib; er ist imaginativ wahrnehmbar, er ist wahrnehmbar durch die Kräfte, die wir uns in der geschilderten Weise durch die Meditation, durch die Konzentration erwerben können. Aber wenn wir mit all diesen Kräften an den Menschen herantreten, nehmen wir von seinem astralischen Leib nur wahr die Leere, ein räumliches Nichts, wie ein Loch, ein allseitig geschlossenes Loch, das in den Raum hineingestellt ist. Erst dann, wenn man, wie ich es geschildert habe, zum leeren wachenden Bewußtsein kommt, wenn man also sich in völlig wachem Zustande der Welt so gegenüberstellen kann, daß man nichts vom Sinnlichen wahrnimmt, daß auch das Denken und die Erinnerungen schweigen, man aber doch eine Welt wahrnimmt, dann füllt sich diese Leere aus, und wir wissen, wir haben in dieser Leere das erste Geistige in uns, den astralischen Leib des Menschen.“ (Lit.: GA 243, S. 114f, Hervorhebung A.F.)
Wie im obigen Zitat schon angedeutet, ist das Schweigen, die innere Leere, Voraussetzung der Einweihung. Rudolf Steiner sagt: „Nun bedenken wir, wie das Leben ist. Es ist nicht möglich, sich von den äußeren Eindrücken ganz frei zu machen. Daher ist es nötig, kurze Zeit jeden Tag auszusondern. Die kurze Zeit, die notwendig ist, ohne in Kollision mit seinen Pflichten zu kommen, die genügt — wenn es auch nur fünf Minuten sind, ja noch weniger, sie genügen. Aber dann muß der Mensch imstande sein, sich herauszureißen aus alledem, was die Sinneseindrücke ihm geboten haben, was er durch seine Augen, durch seine Ohren, durch seinen Tastsinn aufgenommen hat. Er muß für eine Weile blind und taub werden für seine ganze Umgebung. Alles, was von außen auf uns einströmt, das verbindet uns mit dem Sinnlichen, mit dem Alltag. Das muß für eine Weile schweigen. Eine vollständige innere Ruhe muß eintreten. Und dann, wenn diese innere Ruhe, dieses Abstreifen aller Sinneseindrücke eingetreten ist, dann muß noch etwas kommen: dann muß alle Erinnerung an vorhergegangene Sinneseindrücke schweigen. Bedenken Sie einmal, wie der Mensch durch alles, was ich jetzt genannt habe, immer in Verbindung mit Zeitlichem und Räumlichem ist, in Verbindung mit dem, was entsteht und vergeht. Versuchen Sie einmal, eine kurze Weile das zu prüfen. Nehmen Sie den Gedanken, der vor einer Minute durch Ihren Kopf gegangen ist, und prüfen Sie, ob er nicht an Vergängliches sich anlehnt. Solche Gedanken taugen nichts zur inneren Entwickelung.
Alle Gedanken, die uns verbinden mit dem Endlichen, mit dem Vorübergehenden, müssen schweigen. Wenn diese Ruhe dann in der Seele hergestellt ist, wenn das, was uns umgibt als Zeitalter, Stamm, Volk, Jahrhundert, beseitigt ist, für eine Weile das innere Schweigen eingetreten ist, dann fängt die Seele von selbst zu sprechen an. Nicht gleich; sondern es ist notwendig, daß der Mensch sie erst einmal zum Sprechen bringt, und dazu gibt es Mittel und Anleitungen, welche diese innere Sprache der Seele hervorrufen. Der Mensch muß sich hingeben solchen Gedanken, Vorstellungen und Empfindungen, welche nicht dem Zeitlichen, sondern dem Ewigen entstammen, welche nicht bloß heute, gestern und morgen, nicht bloß vor einem Jahrhundert wahr gewesen sind, sondern immer wahr sein werden.“ (Lit.: GA 53, S. 193ff, Hervorhebung A.F.) Die oben von Rudolf Steiner erwähnten ewig wahren Gedanken werden, wie er sagt, durch die Beschäftigung z.B. mit den alten Weisheitslehren aufgenommen.
Über das Mantra 12 !
Das Mantra 12 ! liegt zwischen dem Mantra 11 L, das eine einzige, belehrende Ansprache an den Menschen ist und dem Mantra 13 M, dem letzten Mantra im Vierteljahr. (Die 52 Wochen des Jahres teilen sich in Viertel von je 13 Wochen.) Das Mantra 14 N nenne ich die Schwelle, weil sein Gegenspruch, das Mantra 39 n, gleichzeitig auch sein Spiegelspruch ist. Das Mantra 13 M steht von der Position als auch inhaltlich für den “Hüter der Schwelle”. Dort erklingt das Wahrheitswort der Götter: “In Geistesgründen suche ahnend dich geistverwandt zu finden.” An der vorausgehenden Belehrung (11 L) und der nachfolgenden Prüfung (13 M) ist abzulesen, dass es beim Mantra 12 ! tatsächlich um Einweihung geht.
Im Mantra 11 L erklang die Aufforderung, sich der Weltenschönheit hinzugeben und gleichzeitig sich im Innern fühlend zu durchleben. Es ist die Aufforderung sowohl im räumlichen Außen als auch im zeitlich, prozesshaften Innern der Seele gleichermaßen präsent zu sein. Das führt im Mantra 12 ! zum Erleben, dass der Weltenschönheitsglanz den Menschen zwingt, die Götterkräfte des Eigenlebens zum Weltenflug zu entbinden. Der Weltenschönheitsglanz ist die Herrlichkeit der sich in der Sinneswelt offenbarenden göttlichen Schöpfermacht. Die Götterkräfte des Eigenlebens sind die im Menschen schöpferisch wirkenden Dankkräfte. Getragen von der sich offenbarenden Weisheit der transzendenten Wahrnehmung reißt sich das Denken vom Irdisch-Physischen los zum Weltenflug. Ist das Denken reif geworden, wird es entbunden, geboren und in die Selbstverantwortung entlassen von der mütterlich das menschliche Denken erziehenden Sinneswahrnehmung.
Nun folgt im Mantra 11 L die zweite Belehrung. Sie betrifft das Ich — und lässt deshalb darauf schließen, dass die vorherige Belehrung den Astralleib betraf. In der zweiten Belehrung geht es um die Überwindung des Menschen-Ichs, des egoistisch auf die Persönlichkeit bezogenen und im dualen Erleben gefangenen Ichs. Dieses Ich kann verloren werden — genauer das Zuviel an Ich kann verloren werden, denn auch ein neues Finden ist möglich. Das Menschen-Ich kann sich im Welten-Ich finden. Es kann sein Urbild und sein Entwicklungsziel im Welten-Ich finden und sich dadurch als Glied eines die ganze Menschheit umgreifenden Ichs erkennen. Im Mantra 12 ! wird dieser ewig wahre Gedanke des Mantras 11 L nun als eigenes Erleben geschildert. Der Ich-Sprecher sagt, dass der Weltenflug bedeutet, sich selber zu verlassen. Er bedeutet eine vollständige Transformation von sich selbst. Um in diese Verwandlung einzusteigen ohne gleich am Zeil zu sein, muss der Ich-Sprecher in den Prozess vertrauen. Er muss darauf vertrauen, dass das Suchen zu einem Finden führen wird. Noch ist er den Weg nicht geganen — besser gesagt geflogen, doch er weiß bereits, wo er zu suchen hat. In Weltenlicht und Weltenwärme wird er sich finden — das Mantra 11 L sagt, im Welten-Ich.
Dadurch zeigt sich das Mantra 12 ! als der Mensch, der die Lehre des Mantras 11 L verinnerlicht hat und im Begriff ist, die große Transformation zu durchleben. Bildlich gesprochen von der Taufe mit Wasser, der Lehre (11 L) fortzuschreiten zur Taufe mit Feuer (13 M — das Wahrheitswort der Götter aus den Feuerwelten des Geistes), der Taufe durch den Heiligen Geist. Tatsächlich ist das Mantra 12 ! mit Johannes-Stimmung überschrieben und dadurch das Johannes-Mantra. Im folgenden Zitat von Rudolf Steiner wird deutlich, was damit gemeint ist:
“So geht die Sonne, die eigentlich nur der äußere Ausdruck unseres eigenen geistigen Lebens ist, ihren Gang am Himmelsgewölbe. Wenn die Sonne im Frühlingsanfang im Wassermann aufgehen wird, dann wird sie erst in ihrer vollen Klarheit verstanden werden.
So verlief die große Messe, bei der die Uneingeweihten entfernt worden waren. Denen, die geblieben waren, legte man dar, daß das Christentum, das als Saat angefangen hat, in der Zukunft noch etwas ganz anderes als Frucht bringen soll und daß mit dem «Wassermann» Johannes gemeint war, der wie ein Senfkorn das Christentum als Saat ausstreute. Aquarius oder Wassermann heißt dasselbe wie Johannes, der mit Wasser taufte, um die Menschen vorzubereiten, daß sie die Feuertaufe des Christus empfangen können. Daß ein «Johannes-Aquarius» kommen wird, der den alten Johannes erst zur Wahrheit machen und einen Christus verkünden wird, der den Tempel wiedererneuert, wenn der große Zeitpunkt gekommen sein wird, wo der Christus neuerdings zur Menschheit sprechen wird, diesen Zeitpunkt dann zu verstehen, das wurde in den Tiefen der Mysterien der Templer gelehrt.
Und weiter sagten die Templer: Jetzt sind wir an einem Zeitpunkt, wo die Menschen noch nicht reif sind, die große Lehre zu verstehen, noch müssen wir sie auf den Täufer Johannes vorbereiten, der mit Wasser tauft.” (GA 93, S. 73, Hervorhebung A.F.)
Der nicht vorhandene Gegenspruch von 12 !
Nun will ich den Blick vom Mantra 12 ! auf den nicht vorhandenen Gegenspruch lenken. Kann darüber etwas gesagt werden? Zwar gibt es dieses Mantra nicht, doch sein Ort im Jahreskreis muss entsprechend dem Mantra 12 ! zwischen l und m , zwischen dem Mantren 37 l und dem Weihnachtsmantra 38 m liegen. (Das ebenso buchstabenlose Mantra 51 ! musss gesondert betrachtet werden)
Zwei Fragen fügen sich daran an: Ging dieses Mantra verloren? Und wenn ja, wie ist es wiederzugewinnen? Eine Legende vom Sturz Luzifers könnte darauf eine Antwort enthalten. In der Legende wird erzählt, dass Luzifer ein Stein aus der Krone fiel, als er von Gott zur Erde gestürzt wurde. Die Krone Luzifers kann im irdischen Jahreskreis mit 52 Wochen erblickt werden, denn die Zeit wird auch als Schlange, die sich in den Schwanz beißt, zum Zyklus rundet, dargestellt. Das fehlende Mantra ist dann dieser Stein. Rudolf Steiner sagt über diese Legende: “Wie eine schöne Legende berichtet, verlor Luzifer, als er aus den himmlischen Bereichen herabgestürzt wurde, einen Stein aus seinem Diadem — das war der Karfunkel. In der Tat entstand dieser Edelstein zur selben Zeit, als das menschliche Vorstellungsvermögen, zunächst bildhaft, zu erwachen begann.” (Lit.: GA 97, S. 296f) Die Vorstellung des Jahreskreises ist eine rein geistige. Irdisch zu betrachten ist er nur nach und nach, nie als Ganzes. Indem über die Gegenwart hinausgeblickt wird, die Vergangenheit erinnert und durch Erfahrung des zyklischen Charakters der Zeit die Zukunft vorausgenommen wird, entsteht dieses Bild des Jahreskreises. Und es verführt die Seele in der Zukunft etwas haben bzw. erreichen zu wollen, herrschen zu wollen über das Kommende. Hier kann der Einfluss Luzifers nachvollzogen werden. Karfunkel ist ein alter Name für rote Edelsteine wie Granat, Rubin oder Spinell. Darin zeigt sich die Beziehung dieses Steins zum roten Blut, das von Luzifer “verdorben” wurde. Das Rot kann jedoch auch als Hinweis auf die Wahrnehmungsseite der Seele, auf das Sommer-Halbjahr verstanden werden, denn eine Vorstellung ist eine innere Wahrnehmung.
An anderer Stelle entwickelt Rudolf Steiner weiter, was mit dem Stein aus Luzifers Krone zusammenhängt: „Eine wunderbare, herrliche Sage der Menschheit spricht davon, daß dem Luzifer, als er vom Himmel auf die Erde herunterstürzte, ein Edelstein aus seiner Krone fiel. Aus diesem Edelstein — so sagt uns die Sage — wurde jenes Gefäß, in welchem der Christus Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl genommen hat; jenes Gefäß, in dem aufgefangen worden ist das Blut Christi, das vom Kreuze floß; jenes Gefäß, das von Engeln in die westliche Welt gebracht worden ist und in der westlichen Welt von denen aufgenommen wird, welche zum wahren Verständnis des Christus-Prinzips vordringen wollen. Es wurde aus dem Stein, der entfiel der Krone Luzifers, der heilige Gral.
Was ist der heilige Gral? Sie alle wissen, daß der Mensch, so wie er heute ist, viergliedrig ist, den physischen, ätherischen, astralischen Leib und das Ich hat, daß dieses Ich im Verlaufe des menschlichen Fortschrittes entgegenschreiten muß einer immer mehr und mehr es erfüllenden Vollkommenheit, daß es immer höher und höher steigen muß.
Luzifer, dem im Orient herrschenden, gefallenen, ihm entfiel der Edelstein aus der Krone; jener Edelstein ist in gewisser Beziehung nichts anderes als die volle Kraft des menschlichen Ichs. Dieses menschliche Ich muß erst in der Finsternis vorbereitet werden, um in einer neuen würdigen Art den Stern Luzifers innerhalb des Christus-Lichtes erglänzen zu sehen. Dieses Ich mußte sich hinauferziehen an dem Christus-Prinzipe, heranreifen zu dem Edelstein, der nun nicht mehr dem Luzifer gehört, der seiner Krone entfallen ist; das heißt, es mußte heranreifen durch Weisheit, um wieder die Fähigkeit zu haben, das Licht, das uns nicht von außen zufließt, das uns dann scheint, wenn wir selbst das Nötige dazu tun können, zu ertragen. So ist geisteswissenschaftliche Arbeit die Arbeit am menschlichen Ich, um es zum Gefäß zu machen, das wiederum fähig ist, das Licht zu empfangen, das da ist, wo heute für die äußeren Augen, für den äußeren menschlichen Verstand Finsternis und Nacht ist. Eine alte Sage sagt, daß die Nacht die ursprüngliche Herrscherin war. Diese Nacht ist aber wieder da; sie ist in allem, was heute von Finsternis erfüllt ist. Erfüllen wir uns aber selbst mit jenem Lichte, das uns aufgehen kann, wenn wir begreifen den Stern, den der Lichtträger, der andere Geist, Luzifer verloren hat; dann wird uns jene Nacht zum Tage. Die Augen hören auf zu schauen, wenn das äußere Licht die Gegenstände nicht beleuchtet; der Verstand versagt, wenn es sich darum handelt, hinter die äußere Natur der Dinge zu dringen; der Stern, der uns wird, wenn die zugleich klare und gutgesinnte Forschung spricht, der erleuchtet uns das, was nur scheinbar Nacht ist, macht es uns zum Tage. Das aber ist es auch, was uns alle ertötenden und lähmenden Zweifel nimmt.“ (Lit.: GA 113, S. 21f)
Dieser Stein, das fehlende Mantra, könnte deshalb sowohl mit der eigenen Geisterkenntnis, der eigenen nun berechtigten Geistvorstellung zu tun haben, als auch das Erleben des eigenen nun durch Christus verwandelten Ichs.
Hier schließt sich noch ein weiterer Gedanke an. Rudolf Steiner spricht auch davon, dass die Menschheit berufen ist, etwas in die Geistwelt hinaufzutragen, was vor dem Beginn der Erdenentwicklung dort nicht vorhanden war. Das ist zum einen die Liebe, zum anderen die Freiheit. Nach meinem Dafürhalten könnte der fehlende Gegenspruch von 12 ! die Liebe zum Inhalt haben, der fehlende Gegenspruch von 51 ! dagegen die Freiheit. Zu erwarten ist dieser fehlende Gegenspruch im Sommer-Halbjahr zwischen den Mantren 25 Y und 26 Z.
“Und wie wird vom Menschen zu sagen sein, wenn wir ihn einreihen in die Hierarchien? Nach den Erzengeln und Engeln, den Erzboten und Boten, wird anzureihen sein der Reihe der Hierarchien der Geist der Freiheit oder der Geist der Liebe, und das ist, von oben angefangen, die zehnte der Hierarchien, die allerdings in Entwickelung begriffen ist, aber sie gehört zu den geistigen Hierarchien.
Nicht um Wiederholung handelt es sich im Weltenall, sondern jedesmal, wenn ein Umlauf gemacht ist, wird Neues eingefügt der Weltenevolution. Und dieses Neue einzufügen, ist immer die Mission der entsprechenden Hierarchie, die auf der Stufe ihrer Menschheit steht. Damit haben wir den Sinn des Menschen zu ergründen versucht aus dem Sinn unseres Kosmos heraus.” (Lit.: GA 110, S. 155)